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Machen Kopfbälle eigentlich dumm?

Ist jeder Kopfball gefährlich?

Dr. Dietmar Schäfer, Chefarzt und Neurologe erklärt zu Kopfbällen: „Akute Kopfverletzungen beim Fußball sind eher die Folge von Zusammenstößen oder eines Aufpralls auf den Torpfosten. Denn ein anderer Knochen oder das Alu-Profil geben beim Kontakt mit dem Kopf weniger nach als ein Fußball. So wird ein Großteil der Energie schon einmal absorbiert.“

Von einem guten Kopfball wird man also nicht dumm. Das liegt am Aufbau des Gehirns. Dieses ist im Schädel schwimmend gelagert. Die umgebende Wasserschicht dämpft effizient die auftretenden Kräfte. Wichtiger als die Frage nach dem Kopfball ist die Technik dahinter.

Profi-Fußballer köpfen, wenn möglich, mit einem der härtesten Teile des Kopfes: der Stirn.

(Dr. Dietmar Schäfer, Chefarzt und Neurologe)

Dr. Schäfer’s Insider Tipp: „Profi-Fußballer köpfen, wenn möglich, mit einem der härtesten Teile des Kopfes: der Stirn. Außerdem ist eine ausgeprägte Nackenmuskulatur und Körperspannung wichtig, denn dadurch kann die Energie auf den Körper verteilt werden.“

Was ist wenn ich den Ball falsch treffe?

…wer während des Spiels bereits eine Gehirnerschütterung erlitten hat, muss extrem vorsichtig sein …

(Dr. Dietmar Schäfer, Chefarzt und Neurologe)

Es gibt Stellen am Kopf die gut geschützt werden müssen. Besonders wenn der Ball gegen die Schläfe trifft, kann es für den Spieler gefährlich werden.

Dr. Schäfer: „Von der Ohnmacht bis hin zu schweren Verletzungen ist hier wesentlich mehr Schaden anzurichten. Auch wer während des Spiels bereits eine Gehirnerschütterung erlitten hat, muss extrem vorsichtig sein – das Gehirn ist dann sehr empfindlich. Angeschlagene Spieler gehören deshalb sofort auf die Bank.“

Wie kann ich an meiner Technik feilen?

Sicheres Köpfen ist somit vor allem eine Frage des guten Trainings. Hier gilt also: Vorbereitung ist ein absolutes Muss! Übe regelmäßig Kopfbälle und stärke deine Nackenmuskulatur, bevor Du mit vollem Einsatz spielst – dann ist ein Kopfball auch nicht gefährlich für das Gehirn.

Aber Vorsicht: Für die Kids gilt das nicht! Ihre Schädelknochen sind noch nicht voll entwickelt und auch noch nicht so stabil. Der Deutsche Fußball Bund empfiehlt, erst mit 13 oder 14 Jahren mit dem Kopfballtraining anzufangen – und das erst einmal mit einem leichteren Ball, beispielsweise einem Softball.

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Photo By Johann Schwarz via StockPholio.com


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